Kopenhagen im Januar: Warum Flitterwochen in der Nebensaison magischer sind als jeder Karibikstrand und euer Budget schonen

Kopenhagen im Januar mag auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Wahl für frisch Vermählte sein, doch genau darin liegt der Zauber. Während andere Paare auf Hochzeitsreise die überlaufenen Strände tropischer Destinationen aufsuchen, erwartet euch in der dänischen Hauptstadt eine intime, fast magische Atmosphäre. Die Straßen leuchten im sanften Schein unzähliger Kerzen, gemütliche Cafés laden zum Verweilen ein, und die Stadt zeigt sich von ihrer authentischsten Seite – ohne Touristenmassen, dafür mit dem unvergleichlichen nordischen Charme, der Kopenhagen zu jeder Jahreszeit besonders macht.

Warum Kopenhagen im Januar perfekt für eure Flitterwochen ist

Der Januar verwandelt Kopenhagen in ein Refugium der Hygge-Kultur. Dieses dänische Konzept von Gemütlichkeit und Wohlbefinden entfaltet gerade in den Wintermonaten seine volle Wirkung. Die Stadt wird zum perfekten Rückzugsort für Verliebte, die ihre ersten gemeinsamen Tage als Ehepaar in einer romantischen Kulisse verbringen möchten, ohne dabei ihr Budget zu sprengen. Die Nebensaison bringt erhebliche Preisvorteile bei Unterkünften und Attraktionen, während die winterliche Atmosphäre mit funkelnden Lichtern und dampfenden Tassen eine Intimität schafft, die im Hochsommer kaum möglich wäre.

Romantische Erlebnisse zu zweit

Beginnt euren Tag mit einem ausgedehnten Spaziergang entlang des Nyhavn, dem ikonischen Hafenviertel mit seinen bunten Giebelhäusern aus dem 17. Jahrhundert. Im Januar, wenn der Kanal manchmal von einer dünnen Eisschicht bedeckt ist und Dampf aus den Schornsteinen aufsteigt, offenbart sich eine märchenhafte Szenerie. Die historischen Schiffe im Hafen tragen Schnee auf ihren Takelungen, und die Reflexionen der farbenfrohen Fassaden im Wasser erzeugen ein Gemälde, das ihr nur für euch allein zu haben scheint.

Das Schloss Rosenborg mit seinen königlichen Gärten bietet im Winter eine ganz besondere Kulisse. Während die Sommerbesucher fehlen, könnt ihr in Ruhe durch die prunkvollen Säle schlendern und die dänischen Kronjuwelen bestaunen. Der Eintritt liegt bei etwa 12 Euro pro Person – ein fairer Preis für mehrere Stunden faszinierender Geschichte und Architektur.

Für Kunstliebende ist die Ny Carlsberg Glyptotek ein absolutes Muss. Die Sammlung antiker und französischer Kunst beherbergt der imposante Wintergarten im Zentrum des Museums – ein lichtdurchfluteter Raum mit Palmen, Skulpturen und einer fast surrealen Atmosphäre. Hier lässt sich wunderbar eine Pause einlegen und die Eindrücke wirken lassen.

Versteckte Schätze abseits der Hauptrouten

Schlendert gemeinsam durch Christianshavn, ein charmantes Viertel mit Kanälen, das oft als das Amsterdam Kopenhagens bezeichnet wird. Die verschneiten Brücken und ruhigen Wasserstraßen bieten zahllose Fotomotive. Von hier aus könnt ihr auch die Frelsers Kirke mit ihrem spiralförmigen Außenturm bewundern – auch wenn der Aufstieg im Januar nur für die Hartgesottenen empfehlenswert ist, lohnt sich der Anblick von unten allemal.

Der Assistens Friedhof im Stadtteil Nørrebro ist ein weiterer Geheimtipp. Hier ruhen berühmte Dänen wie Hans Christian Andersen und Søren Kierkegaard. Im Winter verwandelt sich der Friedhof in einen stillen, fast poetischen Ort für kontemplative Spaziergänge zwischen verschneiten Grabsteinen und alten Bäumen.

Kulinarische Genüsse ohne Luxuspreise

Die dänische Küche mag den Ruf haben, kostspielig zu sein, doch mit der richtigen Strategie genießt ihr auch als preisbewusstes Paar authentische Gaumenfreuden. Sucht nach kleineren Bäckereien, die traditionelle Wienerbrød – dänisches Plundergebäck – für 3 bis 5 Euro anbieten. Mit einem dampfenden Kaffee dazu habt ihr ein perfektes Frühstück für unter 10 Euro zu zweit.

Mittags empfehlen sich die zahlreichen Smørrebrød-Lokale, wo ihr offene Sandwiches mit verschiedensten Belägen für 8 bis 12 Euro pro Stück bekommt. Zwei bis drei dieser kunstvoll belegten Roggenbrote machen definitiv satt und bieten gleichzeitig einen Einblick in die dänische Esskultur.

Für Abendessen plant etwa 30 bis 40 Euro pro Person ein, wenn ihr euch in einfacheren Restaurants bewegt. Das Latinerviertel rund um die Universität bietet eine Vielzahl studentenfreundlicher Lokale mit guter Qualität zu moderaten Preisen. Alternativ könnt ihr in einem Supermarkt frische Zutaten kaufen und in eurer Unterkunft selbst kochen – dänischer Lachs, Roggenbrot und lokaler Käse ergeben ein romantisches Dinner für zwei zu einem Bruchteil der Restaurantpreise.

Fortbewegung in der Stadt

Kopenhagen ist kompakt und erstaunlich fußgängerfreundlich. Die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum liegen maximal 20 Minuten Fußweg voneinander entfernt. Im Januar bedeutet das zwar gelegentlich kalte Nasen, aber mit der richtigen Kleidung werden diese Spaziergänge zu romantischen Momenten.

Für längere Strecken ist die Metro effizient und modern. Eine 24-Stunden-Karte kostet etwa 16 Euro und ermöglicht unbegrenzte Fahrten in allen Zonen. Für ein Wochenende reichen meist zwei solcher Tageskarten, was bei etwa 32 Euro pro Person liegt – eine überschaubare Investition für vollständige Mobilität.

Das berühmte Kopenhagener Fahrradverleihsystem funktioniert auch im Januar, allerdings solltet ihr nur bei trockenen Bedingungen radeln. Die Infrastruktur für Radfahrer ist hervorragend, und nichts fängt den Geist der Stadt besser ein als eine gemeinsame Radtour an einem klaren Wintertag.

Unterkunft mit Charme zum kleinen Preis

Im Januar sinken die Hotelpreise erheblich. Während ihr im Sommer für ein Doppelzimmer in zentraler Lage leicht 150 bis 200 Euro pro Nacht zahlt, findet ihr im Januar charmante Optionen bereits ab 70 bis 90 Euro. Schaut nach kleineren Boutiquehotels in Vesterbro oder Nørrebro – diese Viertel sind hip, authentisch und perfekt angebunden.

Apartments mit Küchenzeile sind eine weitere clevere Option, besonders für die Flitterwochen. Für 80 bis 120 Euro pro Nacht bekommt ihr oft mehr Platz und Privatsphäre als in einem Hotelzimmer, plus die Möglichkeit, gelegentlich selbst zu kochen und dabei zu sparen. Die Vorstellung, nach einem Tag voller Entdeckungen gemeinsam ein einfaches Abendessen in eurer eigenen kleinen Kopenhagener Wohnung zuzubereiten, hat durchaus ihren romantischen Reiz.

Praktische Hinweise für Januar

Packt in Schichten. Die Temperaturen bewegen sich meist zwischen null und fünf Grad, können aber durch den Wind deutlich kälter wirken. Thermokleidung, wasserdichte Jacken und bequeme, warme Schuhe sind unverzichtbar. Denkt auch an Handschuhe und Schals – ihr werdet viel draußen sein, selbst wenn es nur von einem gemütlichen Café zum nächsten ist.

Die Tage sind kurz im Januar. Die Sonne geht gegen 8:30 Uhr auf und bereits gegen 16:00 Uhr wieder unter. Nutzt die Lichtstunden für Außenaktivitäten und plant Museumsbesuche oder Indoor-Erlebnisse für die frühen Abendstunden. Die Dämmerung, wenn die Straßenlaternen angehen und die Stadt in goldenes Licht getaucht wird, gehört ohnehin zu den schönsten Momenten des Tages.

Die meisten Museen und Attraktionen haben auch im Januar reguläre Öffnungszeiten, manche sogar verlängerte, da weniger Besucher kommen. Reservierungen sind selten nötig, was spontane Planänderungen erleichtert – perfekt für Flitterwöchler, die sich treiben lassen möchten.

Mit einem Budget von etwa 150 bis 200 Euro pro Tag zu zweit lässt sich Kopenhagen im Januar komfortabel erleben, inklusive Unterkunft, Verpflegung, Transport und Eintritte. Wer sparsamer reist und auf einige Restaurantbesuche verzichtet, kommt auch mit 100 bis 120 Euro aus. Die Stadt belohnt diejenigen, die im Winter kommen, mit Authentizität, Ruhe und jenem besonderen nordischen Zauber, der Kopenhagen zu einem unvergesslichen Ziel für die ersten gemeinsamen Tage als Ehepaar macht.

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